Der Wettkampf um die Goldene Schärpe

Der Wettkampf um die „Goldene Schärpe“ ist die erste Bundesveranstaltung für die jüngsten Nachwuchs-Vielseitigkeitsreiter, eine kombinierte Prüfung aus Vormustern, Theorie, Dressur, Stilspringprüfung und Stilgeländeritt der Klasse E.

 

Ausgeschlossen sind:

- Reiter der LK D/S 4 und höher sowie der LK V 5 und höher

- Reiter und Ponys des D/C-Kaders (Dressur, Springen, Vielseitigkeit)

- platzierte Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft Pony Vielseitigkeit der
   vorangegangenen 2 Jahre

- Reiter, die mehr als zweimal in Vielseitigkeitsprüfungen und Kombinierten Prüfungen der Kl. A für Großpferde und/oder Ponys an 1. - 5. Stelle oder in höheren Klassen bis zum Nennungsschluss platziert wurden.

Das Präsentieren des Ponys und der Gesamteindruck sind in der Teilprüfung Vormustern der „Goldenen Schärpe" ausschlaggebend, wobei die Teilnehmer ihr Pony an der Hand vorführen und dafür eine Wertnote zwischen 0 und 10 erhalten. In der Theorie gilt es, einen Fragebogen mit 20 Fragen rund um Pferd und Pferdesport möglichst korrekt zu beantworten. Bei der Dressurprüfung der Klasse E, einer Sonderaufgabe, die einzeln geritten wird, zählen vor allem Sitz und Einwirkung des Reiters. Im Springen gilt es, einen Parcours mit Standardanforderungen zu überwinden. Hier geht es um den Stil des Reiters, ebenso wie in der maximal 1.000 Meter langen Geländeprüfung. Gefordert wird das rhythmische, flüssige Überwinden der Hindernisse, wobei auch hier großen Wert auf Sitz und Einwirkung der Reiter gelegt wird. Gefördert wird durch diesen Wettbewerb also das vielseitige Reiten, um eine zu frühzeitige Spezialisierung zu verhindern.

 

Pro Mannschaft dürfen maximal fünf Paare an den Start gebracht werden, wobei in jeder der fünf Teilprüfungen die besten vier Reiter einer Mannschaft gewertet werden. Das Vormustern und Theorie zählen dabei einfach, Springen und Dressur vierfach und das Gelände fünffach.

 

Den Deutschlandpreis der Ponyreiter gibt es seit 1972. In den Anfängen war das Konzept eher spielerisch ausgerichtet. Nach Ersatz des Geschicklichkeitsparcours durch einen Geländeritt wurde dieser zunächst als Stafette mit Gertenübergabe ausgetragen, bei dem ausschließlich die von der gesamten Mannschaft benötigte Zeit zählte. Inzwischen ist dieser Wettbewerb stark leistungsorientiert. Deshalb wurden 1993 die Bundesponyspiele in die Veranstaltung integriert, um die ganz jungen Reiterinnen und Reiter behutsamer, vor allem an das Reiten im Gelände über feste Hindernisse heranzuführen.

 

Einige Reiterinnen und Reiter, die  erfolgreich am Wettkampf um die Goldene Schärpe teilgenommen haben, sind auch später dem Vielseitigkeitssport treu geblieben. Aus unserem Verein ist hier vor allem Simone Deitermann zu nennen, die vier Mal für Saerbeck bei der Goldenen Schärpe startete (1991 – 1994), es 2006 mit ihrem Pferd Flambeau bis in den Olympiakader Vielseitigkeit geschafft hat und 2008 u.a. mit ihm die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft in Scheenefeld holte.  Mit der Mannschaft siegte sie im März 2009 beim CCI*** in Fontainebleau und wurde in der Einzelwertung zweite von 96 Startern.